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Dieses Thema hat 1 Antworten
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Captain (MD) Elias Grant Offline

Spielleitung

Beiträge: 314

24.01.2008 11:30
Informationen über die NKS antworten

...hier findet ihr bald wichtige, allgemein bekannte, Informationen über das Verhältnis zwischen Union und NKS.

Elias Grant - Cpt.(MD)- US Medical Department

Cpt. Thomas Charles Gifford ( gelöscht )
Beiträge:

19.02.2008 21:54
#2 RE: Informationen über die NKS antworten
Ein Überblick über die momentane In-Time-Situation der NKS und der politischen Lage
(Auszug aus Ebeneizer Prize’s Neue Geschichte Nordamerikas 1794-1894; Erstauflage von 1898; erschienen im Cushing-Verlag, Philadelphia 1899, Übersetzte Ausgabe von 1900, Kaiserl. Geschichtsverlag – Berlin (by C.Wolff))

1868
(…)
Die wirtschaftliche Lage der Neuen Konföderierten Staaten
Wirtschaftlich gesehen, hatten es die Konföderierten Staaten (im weiteren NKS) im Frühjahr 1868 geschafft, zu einem Selbstversorger zu werden und waren nur gering auf Güter angewiesen, die sie in Mexiko oder aus der Karibik und somit aus Europa beziehen konnten. Ungehindert konnten sie bis zum späten Mai 1869 Handelsrouten zur Golfküste nutzen und waren somit fast eine eigenständige Nation, nur fehlten internationale Anerkennung und Verträge zum Im- und Export von Waren. Denn rund die Hälfte der Amerikaner, die in den NKS ihr Exil gesucht hatten, war dazu übergegangen, eine florierende Wirtschaft und eine stabile Infrastruktur aufzubauen. Technisches Know How gaben sie weiter an ihre mexikanischen Nachbarn, mit denen sie von Anfang an in einer friedlichen Koexistenz lebten.
Professor George Meyers aus Cambridge berechnete 1876 das Bruttoeinkommen der Farmer und Arbeiter in den NKS 1867/68 auf fünfzig US-Dollar im Monat, Professor Wilhelm von der Schanz aus Innsbruck berechnete sogar 65 US-Dollar, was ein angenehmes Leben durchaus ermöglicht haben musste. Die Lebensmittelkosten und die Preise für Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens wurden dagegen von den führenden Wirtschaftsanalytikern Europas und Russlands vergleichsweise gering eingeschätzt. Leider fehlen Vergleichsmöglichkeiten aus der Konföderation selbst, da eine neue Universität in Fort Guadeloupe 1867/68 erst geplant wurde. Zudem gab es noch keine funktionierende Zivilregierung in den NKS. General Horatio Baxton regierte auch 1868 als oberster Befehlshaber wie ein Diktator, mit Hilfe eines Militärrates, bestehend aus seinen Korpskommandeuren Ashton, Bentoon und nach dem Tod Forresters auch Freemantle.
(…)
Die Offensive im Norden
Baxton startete im Jahre 1868 eine letzte militärische Offensive nach Südtexas. Grenzstädte fielen ihm und seinen Truppen dabei zum Opfer. Laredo zum Beispiel wurde niedergebrannt, nachdem Baxton die Truppen der Union nach stundenlangem Bombardement zum Rückzug zwingen konnte. In der Schlacht von Three Oak Mansion gelang es Baxton, einen letzten Sieg über die Unionstruppen unter General Quincannon zu erringen, und zum Rückzug zu zwingen.
Ein wichtiger Faktor für den anfänglichen Erfolg der Offensive und auch für die nachstehenden Ereignisse des Jahres 1869, waren die mexikanischen Hilfstruppen welche Benito Juarez, der mexikanische Präsident, General Baxton zur Verfügung gestellt hatte.
Das Hilfskorps der mexikanischen Armee wurde seit 1866 von General Don Juan Maria Moviniento befehligt. Dieser General war 1839 in Mexiko als Sohn wohlhabender Kaufleute geboren worden. Über seinen Werdegang weiß man heute nichts Genaues. Hervor tat er sich während der Revolution gegen Maximilan Ferdinand von Österreich. Mit einer Truppe von 150 Männern (Die Truppenstärke der Mexikaner wird in offiziellen Berichten aus Mexiko jedoch mit 900 angegeben) eroberte er 1864 eine, von 1200 französischen Fremdenlegionären gehaltene Ortschaft und wurde dafür von Juarez persönlich ausgezeichnet und befördert. Die Franzosen beklagten später die brutale Vorgehensweise gegenüber Verwundeten und Gefangenen, die Moviniento befohlen haben soll.
Dieser General hatte 1868 etwa 30.000 mexikanische Soldaten unter seinem Befehl. Die genaue Anzahl ist jedoch ungewiss. Zweite im Amt waren Colonel Don Stefano de Alvarez und Colonel Pedro de Castillano. Sie waren von Juarez 1866 unter den Befehl General Baxtons gestellt worden und kämpften Seite an Seite mit den Grauröcken in den andauernden Kämpfen bis Ende des Invasionsversuches 1868.
(…)
Folgen der Invasion waren zwar ein militärischer Sieg der Unionsstreitkräfte, der politische Sieg jedoch ist den Konföderierten zuzuschreiben, denn die letzten Gefechte verschafften den NKS schließlich einen Waffenstillstand und führten zur Anerkennung als souveräner Staat durch Mexiko und letztlich auch durch die kriegsmüden USA.
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1869
(…)
Die Eskalation
Im März des Jahres 1869 entwickelten sich die anfänglich noch harmlosen Streitigkeiten zwischen der Führung der Konföderierten und der Führung der mexikanischen Hilfstruppen um Zuständigkeiten und Machtkorridore zu handfesten Auseinandersetzungen.
Anführer der Auflehnung der Mexikaner wurde Don Juan Moviniento. Er beanspruchte letztendlich die gesamte politische und militärische Befehlsgewalt und forderte Baxton zur Abdankung und Übergabe der Regierungsgeschäfte auf. Baxton weigerte sich und befahl die Mobilmachung.
Die Mexikaner handelten ihrerseits mit Drangsalierungen und Einberufung jeden wehrfähigen Mannes im Alter von 14 bis 50.
Im Nachfolgenden kam es überall im Land zu blutigen Übergriffen und zu Anschlägen auf Amerikaner.
Am 04. März 1869 geriet ein Infanterieregiment der Konföderierten in einen Hinterhalt bei Santo Sebastian und wurde völlig aufgerieben. Damit begannen die offenen Kampfhandlungen.
In Mexiko selber blieb man jedoch ruhig. Benito Juarez, immer noch mit der Bildung einer funktionierenden Demokratie beschäftigt, versäumte es, Moviniento zurück zu rufen. Erst drei Tage nach dem Vorfall in Santo Sebastian schickte er Truppen von Mexiko-Stadt aus. Die entsandte Truppe kehrte an der Grenze jedoch wieder um und auch nördlich des Rio-Grande blieb man offiziell unbeteiligt, obwohl der Kongressabgeordnete und Armeebeauftragte für den Bezirk Süd, Richard Thomson, 1878 Vorwürfe erhob, eine Kompanie der 2ten US-Kavallerie sei in die NKS marschiert. Das eingeleitete Verfahren wurde durch den zuständigen Bundeskongressabgeordneten später jedoch fallen gelassen, aufgrund mangelnder Beweise.
(…)

Die Schlacht am Rio-Pecos
General Baxton mobilisierte nach dem Santo Sebastian - Vorfall seine Truppen und führte sie nahe dem Rio-Pecos in eine Schlacht gegen Movinientos Truppen. Über die genaue Stärke der Armeen ist bis heute leider nichts bekannt. Die konföderierten Truppen (in etwa 5000 Mann) befahl Baxton vor Ort selber.
Moviniento war nicht von Anfang an im Feld. Befehlshaber der mexikanischen Truppen war bis zu seinem Eintreffen Colonel Pedro de Castillano.
Am Morgen des 22. März 1869 begann die konföderierte Artillerie die Vorbereitung auf die, in Schützengräben liegenden, Mexikaner. Allerdings brachte das Bombardement aus den wenigen Geschützen keine Ergebnisse. Den Hauptteil der konföderierten Artillerie hatte Baxton mit einer Brigade
unter General Freemantle gegen Movinientos Hauptquartier, eine zur Festung ausgebaute Hazienda, etwas südlich des eigentlichen Schlachtfeldes, geschickt.
Gegen 12:00 Uhr begann Baxton den Sturmangriff mit all seinen Männern und es gelang ihm trotz fehlender Artillerievorbereitung, die Gräben zu nehmen. De Castillano befahl einen Gegenangriff und warf die Grauröcke zurück. Mexikanische Reiterei griff an den Flanken an. Die berühmten Lanzenreiter schlugen die graue Reiterei in die Flucht und stürzten sich auf die Infanterie, die vergeblich versuchte ihren Rückzug zu decken.
Moviniento traf mit seinen „Grünen Garden“ gegen 16:00Uhr auf dem Schlachtfeld ein. Die Mexikaner mit den grünen Bandolliers hatten sich aus der Belagerung Freemantles lösen können und griffen ins Geschehen ein.
General Freemantle und seine Brigade erreichten das Schlachtfeld verspätet um 18:00Uhr und konnten den Rückzug dank der mitgeführten Artillerie decken. Sie hielten die Mexikaner am Fluss auf. Besonders zu erwähnen sind hier die Männer des 13. Virginia-Regiment aus Freemantles Brigade, welche unter großen Verlusten sich erst zurückzogen, als Moviniento den Angriff gegen 22:00Uhr stoppte. Die Verlustzahlen können aufgrund fehlender Berichte nur geschätzt werden. Carl Greeley kommt in seinem Essay über den großen Krieg mit seiner Schätzung von insgesamt 15.000 Toten und Verletzten der Wahrheit am nächsten (Seite 145 ff.), somit war die erbittert geschlagene Schlacht am Rio-Pecos die blutigste Auseinandersetzung des Konflikts.
(…)
Baxtons Absetzung
Nach der verheerenden Niederlage am Rio-Pecos wurde General Baxton durch Freemantle, Bentoon und Ashton abgesetzt. Sie warfen ihm vor, unehrenvoll gehandelt zu haben. Freemantle schrieb 1887 in seinen Memoiren, dass es wegen der „ehrlosen Sache mit den beiden entführten Frauen“ getan werden musste. Näheres konnte man aber nie von den drei Offizieren erfahren und Freemantle nahm das Geheimnis nach seiner tödlichen Lungenerkrankung 1889 als letzter mit ins Grab.
Nach Baxtons Verurteilung (Tod durch Erschießen)durch ein Kriegsgericht wurde Freemantle als dienstältester Offizier im Range eines Generals neuer Oberbefehlshaber.
(…)
Die Präsidentenwahl und das neue Kabinett
Nach der Schlacht am Rio Pecos setzte eine Massenflucht ein. Jeder Amerikaner in Mexiko floh nach Fort Guadeloupe, welches sich zu einer Festung verwandelt hatte.
Freemantle musste damit rechnen, dass die mexikanischen Truppen jetzt zum letzten Schlag ausholten. Der Rest der konföderierten Armee bereitete die Verteidigung vor. Schätzungen zufolge handelte es sich um nur noch 2000-3000 Mann unter Waffen.
Freemantle brauchte politische Unterstützung. Am 14. April wurde deshalb eine Präsidentschaftswahl eingeleitet und Freemantle gewann gegen seine Gegenkandidaten Bentoon und McCarthy. Sofort sandte er Diplomaten aus in alle Welt, die um Unterstützung im Überlebenskampf der NKS werben sollten und um internationale Anerkennung. Auch die Regierung Washingtons zeigte sich geneigt einen Gesandten zu empfangen.
Freemantle bildete ein Kabinett. General Ashton wurde Innenminister und Bentoon Kriegsminister. Außenminister wurde Richard Shattner und Wirtschaftsminister wurde der frühere Oberstleutnant Carl Maynard.
Als Shattner von einem Reporter gefragt wurde, ob sein Ministerium sehr groß sei, soll dieser geantwortet haben: „Sir, mein Ministerium finden sie unter meinem Hut und mein Büro befindet sich in meinen Taschen.“
(…)

Der Putsch in Mexiko
(…)
Nach dem Anschlag auf Juarez, am 14. Dezember 1869, setzte sich Moviniento auf den Platz des Präsidenten und er war schlau genug, sich nicht Kaiser zu nennen, wenngleich er sich so aufführte.
Ein Augenzeuge beschrieb ihn wie folgt:
„…El Supremo (Moviniento) war in eine schwarze Uniform gekleidet, mit blutroten Aufschlägen und reichlich goldenen Verzierungen und er trug einen großen schwarzen Hut, wie seinerzeit Napoleon Bonaparte. Seine Gesichtszüge schienen freundlich, doch täuschte das nur über seine gemeine und hinterlistige Art hinweg. Er (Moviniento) war dauernd von zwielichtigen Gestallten umgeben, von seinem Foltermeister und seinen Offizieren, die wohl ebenfalls weniger als zwielichtige Schufte waren…“
Der Putsch war geglückt und Juarez mit seinen Anhängern verschwunden. Zeitungen berichteten von einer schweren Verletzung Benito Juarez’s, die er während der Kämpfe im Präsidentenpalast davon getragen haben soll.
(…)
Schnell errichtete er (Moviniento) eine Militärdiktatur, was in Spanien, Frankreich und den USA Bestürzung auslöste.
Einzig das portugiesische Königshaus und der russische Zarenhof verhielten sich mäßigend.
(…)
El Supremo, wie sich Moviniento nun nannte, erließ drakonische Gesetze und rief nun in ganz Mexiko die Männer zu den Waffen.
In Windeseile wuchs seine Armee. Carl Greeley schätzte die Kampf- stärke der mexikanischen Armee in seinem Essay auf etwa 400.000 Soldaten (Seite 532 ff.).
(…)
Der Karibik-Vorfall
(…)
Am 24. Dezember traf die mexikanische Flotte, welche mit neuesten Panzerschiffen aus russischen Werften aufgerüstet worden war, im Golf von Mexiko auf ein Geschwader der britischen Karibikflotte. Fälschlicher Weise nahm der mexikanische Kommandeur an, es handle sich bei den verdunkelt vor Anker liegenden Schiffen um Blockadebrecher, welche die NKS mit Waffen und Munition beliefern sollten. In Wirklichkeit aber lagen die britischen Schiffe nur vor Anker, damit die Besatzungen das Weihnachtsfest feiern konnten.
Gerade als der Bordchor des Flagschiffes HMS Hyperion das Lied „Rule Britannia“ anstimmte, wurde durch die erste Granate von der „Montezuma“ die Munitionskammer der HMS Dorchester getroffen und das Schiff explodierte.
In dem darauf folgenden Gefecht wurden acht von zehn britischen Schiffen versenkt, die mexikanische Flotte verlor fünf Schiffe (von dreizehn, Greeley, 643 ff.). Trotz mexikanischer Entschuldigungen stellte London die diplomatischen Verbindungen zu Mexiko sofort ein und rief eine Teilmobilisierung aus.
(…)

Soweit die geschichtlichen Ereignisse welche entweder auf unseren Cons selbst erlebt werden konnten oder die zeitgleich an anderen Orten geschahen.

Es ist aktuell so:

Die NKS, welche nun Konföderierte Staaten von Amerika heißen und deren erster Präsident Morgan Freemantle ist, sind offiziell von der Weltgemeinschaft als legitime Nation anerkannt.
Auch die USA haben die NKS, wie sie in der Union noch weiter genannt werden, anerkannt. Jedoch ist der Hass gegen die Rebellen groß. Gerade in den stark betroffenen Grenzstaaten, welche unter Baxtons letzter Offensive besonders leiden mussten, sind die Konföderierten sehr verhasst.
Reisen in die NKS sind natürlich jederzeit möglich, doch eine Rückkehr wird von den Unions-Behörden nicht gern gesehen und der Reisende steht sofort unter dem Verdacht ein Spion zu sein.
Allein die Flüchtlinge sind schon in den Augen vieler US-Bürger eine Bedrohung und Last, da sie mit Staatsmitteln versorgt werden müssen und somit weniger für die ohnehin schon kriegsgeplagten und im Wiederaufbau befindlichen Texaner zur Verfügung steht. Viele US-Amerikaner denken die Konföderierten seien selbst Schuld an ihrem Schicksal und so sollte man sie gleichem auch selbst überlassen.
Bürgern der Konföderation ist es nicht gestattet, Geschäfte im Gebiet der Union aufzubauen oder Grundstücke zu erwerben. Grundbesitz von konföderierten Staatsbürgern wurde enteignet und an Kriegsopfer vergeben, welche in der Union blieben.
Die Konföderierten sind nicht so nachtragend und auch wenn in ihnen noch Hass auf die Yankees steckt, so hoffen alle inbrünstig auf Hilfe aus dem Norden.
Zur Zeit ziehen mexikanische Truppen den Belagerungsring um die letzte Bastion der Konföderierten, Fort Guadeloupe, immer enger. Die CS-Armee, gerade mal 2000 Mann stark, verpflichtet alle Männer von 14 bis 90 die eine Waffe tragen und abfeuern können. Frauen werden an den Geschützen ausgebildet und so kann die Stadt auf eine Verteidigungsstärke von ca. 3000 Männer und Frauen zurückgreifen. Ob die Stadt gehalten wird werden wir alle in der Zukunft erfahren.
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