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14.05.2009 13:37
Was geschah im den östlichen Ausläufern des Mason-Passes im Januar 1871? Thread geschlossen

Was geschah im den östlichen Ausläufern des Mason-Passes im Januar 1871?

Die Nacht war hereingebrochen und der Flüchtlingstreck hatte in einem Talkessel bei einer Wasserstelle das Lager aufgeschlagen.
Die letzten 2 Tage war man, beunruhigt durch entfernten, nächtlichen Gefechtslärm, stramm durchmarschiert. Alle waren erschöpft, doch die Erwartung, spätestens am nächsten Tag das Gebirge zu verlassen und die lang ersehnte Bahnlinie zu erreichen spornte die Leute an.

Alles in allem schien es eine ruhige Nacht zu werden, als das Schicksal erneut und unbarmherzig zuschlug.

Unvermittelt ertönte ein erstickender Schrei, dessen Quelle nicht auszumachen war und nur Sekunden später brach die Hölle los.
Eine Salve nach der anderen wurde aus dem Dunkeln auf die Flüchtlinge abgefeuert. Für die erfahren Westleute und Soldaten war es klar, was geschehen war, doch für viele der Zivilisten nicht und sie rannten panisch durcheinander. Das Chaos verhinderte, dass die Feuer schnell gelöscht werden konnten und somit bot sich ein freies und gut beleuchtetes Schussfeld für die Angreifer.

Überall gingen Leute zu Boden und andere feuerten blind in die Nacht. Eine kleine Gruppe von Soldaten, die gerade damit beschäftig gewesen war die Revolverkanonen in einer provisorischen Stellung aufzubauen, starb im Trommelfeuer und die Geschütze standen wirkungslos da.

Dann kamen Granaten geflogen und explodierten überall. Die erste schlug direkt vor dem Generalszelt ein und strecke Colonel O'Hara und General Forrester, die gerade heraustraten, verwundet und bewusstlos zu Boden.

Aufgrund des letzten Befehls von General Forrester übernahmen General Carrigan und Colonel McAllister das Kommando und versuchten zusammen mit Captain Montgomery und Captain Scott Ordnung in das Chaos zu bringen.
Das gelang auch als plötzlicher Tumult und weiteres, anders klingendes, Gewehrfeuer an der westlichen Flanke ertönte. Das feindliche Feuer erstarb an dieser Seite und auch die anderen Feinde stellten kurz das Feuer ein, um sich wohl neu zu gruppieren.

Diese Pause nutzen die verbliebenen Offiziere, um in aller Eile einen Fluchtversuch, also einen Ausbruch, zu wagen. Nach Westen konnten sie nicht auch wenn von dort die Verstärkung kam. Also wendete man sich nach Osten, nachdem man die Feuer gelöscht, oder zumindest eingedämmt hatte.
Die Revolverkanonen wurden neu bemannt und nahmen die schemenhaften Gestalten an der Ostflanke unter Sperrfeuer.

Kurzzeitig entstand jetzt sogar der Eindruck, als könne man das Blatt wenden, doch die Offiziere und Veteranen wussten es besser, denn ihnen war klar, das man lediglich eine kurze Atempause hatte.

Captain Montgomery erhielt den Befehl mit einer handvoll Soldaten, den geborgenen Verwundeten und dem Lazaretttrupp sowie den Zivilisten durch die östliche Lücke zu brechen. Hinter ihm sollte der Pass gesprengt werden, während die verbleibenen Soldaten und erfahrenen Westmänner Rückendeckung gaben.

Doch der Krieg kennt keine Gnade und oft ist das Schicksal grausam, genau wie dieses Mal.

Der Plan schien fast aufzugehen, als auf der Westseite Ruhe einkehrte, noch bevor alle den Talkessel verlassen konnten. Die, welche gehofft hatten, dass man den Feind an dieser Flanke geschlagen hätte, wurden schnell eines besseren belehrt, als das Feindfeuer erneut und mit noch größerer Heftigkeit einsetzte.

Es war vorbei und jedem wurde klar, dass es nicht alle schaffen würden. In dieser verzweifelten Situation gab man den Befehl den östlichen Pass zu sprengen um wenigstens den bereits durchgebrochenen eine Chance zu geben.

Die in aller Eile angebrachten Ladungen wurden gezündet und Unmengen von Geröll machten ein Weiterkommen nach Osten für Tage unmöglich und begruben viele Feinde, aber auch viele Freunde unter sich und ließen eine handvoll Soldaten und Zivilisten eingeschlossen zurück.

Als die Revolverkanonen ihre letzte Munition verschossen hatten kapitulierte die verbliebene Gruppe der Flüchtlinge und hisste die weiße Fahne, die nicht mehr war als ein einstmals weißer Lappen, jetzt verbrannt und voller Blut.

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