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Dieses Thema hat 176 Antworten
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Colonel Samuel F. McAllister Offline

Colonel


Beiträge: 1.067

20.10.2008 11:23
#31 RE: Richmond, VA antworten

Nachdem Sie das Haus verlassen hatten ging die kleine Gruppe zum Kutschenverleih.
Sie mieteten Reit- sowie Packpferde und ritten zurück zum BAhnhof, wo O´Boyle noch immer auf die Rückkehr seiner Kameraden wartete.

Nun konnten sie endlich alles zusammenpacken, auch die Geschenke, die Sam auf der langen Reise während eines längeren Aufenthaltes in New Orleans für seine Familie gekauft hatte.

Die Mappe, die ihm übergeben wurde gab er nicht aus der Hand und hütete sie wie seinen Augapfel.

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Col. Samuel F. McAllister
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Colonel Samuel F. McAllister Offline

Colonel


Beiträge: 1.067

20.10.2008 14:11
#32 RE: Richmond, VA antworten

Die kleine Reisegruppe machte sich auf den Weg weiter Richtung Süden.

Sie verließen die Stadt und ritten die "Hauptverkehrsstraße" weiter in südlicher Richtung.

Es war ein herrlicher Herbsttag und die Bäume zeigten sich in ihrer ganzen herbstlichen Farbenpracht.

Sie kamen vorbei an teils verlassenen und niedergebrannten, teils noch immer herrschaftlichen Häusern, die gut in Schuß waren.

Den vier Grauröcken wurde es schwer ums Herz als sie sich so umsahen und keiner von ihnen brach das Schweigen welches sich unbemerkt ausgebreitet hatte.

Nach etwa drei Stunden bog Sam rechts von der Hauptstraße ab. Die Straße wurde rasch zur Allee, die mit Kies ausgelegt war. Früher war die Straße gut gepflegt gewesen, mittlerweile jedoch zeigte sie erste Anzeichen von Verwahrlosung.

Nach 10- 15 Minuten endete die Allee in einem großen Platz, auf dessen Mitte ein runder Springbrunnen thronte.
Die Front, sowie die linke und rechte Seite des Platzes war vom Herrenhaus umringt.

Das Haus hat, trotz der Jahre der Entbehrungen nichts von seinem herrschaftlichen Aussehen. Zwar sind vereinzelt Anzeichen von Verfall zu erkennen und die ehemals schneeweiße Fassade ist nicht mehr zu erkennen. Die ehemals gepflegten Blumenbeete sind mit Unkraut übersäht und hier und dort wachsen eßbare Pflanzen, die zur eigenen Versorgung angebaut wurden.
Das Geländer der Terasse in ersten Stock war teilweise weggebrochen und die Fensterläden in den Nebenflügeln waren allesamt verschlossen.
Anders als viele Plantagen, wurde dieses Gebäude aus Stein errichtet, was es gegen die Witterung beständiger machte. Wäre es aus Holz so wäre es sicherlich schon längst verfallen.

Sam mußte schlucken. Er erschrak als er das Haus, was der Familie seit so vielen Jahren als Stammsitz diente, in diesem Zustand vorfand.
Die breite Treppe die auf die Veranda und zum Haupteingang führte war leer. Niemand war da, die kleine Truppe zu begrüßen.

Sam ritt vor bis zur Treppe und sah sich um.

"Hallo ?!?" rief er laut

"Ist jemand zu Hause ?!?" hallte es weiter im Hof

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Col. Samuel F. McAllister
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Beiträge: 82

20.10.2008 14:34
#33 RE: Richmond, VA antworten
Stille herrschte weiterhin um das Haus. Kein Geräusch war zu hören, doch eine leichter Geruch von Rauch und Essen lag in der Luft, als ob vor einiger Zeit noch jemand hiergewesen wäre und das Küchenfenster zum Lüften aufgelassen hätte.
Captain Vincent Scott ( gelöscht )
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20.10.2008 14:38
#34 RE: Richmond, VA antworten
"Das gefällt mir aber gar nicht", meinte Vincent halblaut und zog nervös den Revolver nachdem er vom Pferd gestiegen war und sich aufmerksam umsah.

Cpt. Vincent Scott, CS - Cavalry
Adjutant von General Stafford

Colonel Samuel F. McAllister Offline

Colonel


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20.10.2008 14:53
#35 RE: Richmond, VA antworten

Sam stieg vom Pferd und öffnete sein Pistolenholster.

"O´Boyle, wir gehen mal rein. Captain Scott und Sergeant-Major Dunston, Sie sehen sich hier mal um." befahl Sam

O´Boyle und er gingen die Treppe hinauf.
Sam öffnete die schwere Eingangstür und sah in die große Eingangshalle von der aus Türen in die Nebenräume, sowie die Treppen in das erste Stockwerk führte.
Vorsichtig betrat er die Halle seine Geburtshauses und achtete auf jedes Geräusch.

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Col. Samuel F. McAllister
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20.10.2008 15:03
#36 RE: Richmond, VA antworten

Die beiden Angesprochenen nickten und begannen damit das Terrain abzusuchen.

...währenddessen klangen die Schritte des Colonels und die noch lauteren Schritte O'Boyles in der Halle wieder. Zeigten sich von Außen noch Spuren des Verfalls so war das Innere des Hauses vollkommen intakt und penibel gepflegt. Es waren auch noch reichlich Bilder, Möbel und andere teure Accessoires hinzugekommen. Allein die schweren Vorhänge und Teppiche waren ein Vermögen wert.

Doch auch hier war niemand, oder es schien zumindest so. Die weiterführenden Türen standen auf und die Räume wirkten verlassen. Hier war der Geruch noch deutlicher. Das Essen musste gerade zubereitet worden sein und jemand war so unachtsam gewesen die Küchentür aufzulassen, so dass der Geruch durchs Haus ziehen konnte.

Colonel Samuel F. McAllister Offline

Colonel


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20.10.2008 15:33
#37 RE: Richmond, VA antworten

Sam sah sich um.

Er ging sicheren Schrittes links durch eine große doppelflüglige Tür.

Der Raum in den er gelangte war ein "kleiner" Salon, an dessen anderen Ende befand sich eine weitere Tür, die in den kleinen Speisesaal des Hauses führte von dem aus man über einen kleinen Flur in die Küche kam.

Die Tür zum Speisesaal war geschlossen. Sam stellte sich an die Tür und horchte kurz. Als er nicht hörte öffnete er die Tür und schaute in den Saal.

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Col. Samuel F. McAllister
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20.10.2008 15:42
#38 RE: Richmond, VA antworten

Als die Tür sich öffnete blickten die beiden Soldaten in die Doppelläufe von vier Schrotflinten, die gespannt wurden. 4 Männer des Hauspersonals, 3 schwarze und ein weißer hielten die Waffen und man konnte im hinteren Teil des Raumes einige weibliche schwarze und weiße Personen des Küchenpersonals erkennen, die mit Messern und Pfannen 'bewaffnet' waren.

Auch die wohlbeleibte Mommie, die Sam noch aus seiner Jugend kannte und die wunderbare Speisen zaubern konnte, sowie der alte, farbige Hausdiener waren dabei, der zuerst die Waffe senkte.

"Master, Sam...", sagte er entgeistert und alle Waffen wurden wieder gesichert....

Colonel Samuel F. McAllister Offline

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20.10.2008 15:53
#39 RE: Richmond, VA antworten

Sam war überrascht und wich zunächst einen Schritt zurück.
Dann senkte er den Revolver und mußte unweigerlich lächeln als er die altbekannten Gesichter der Leute sah, die gerade ihre Flinten senkten.
Der alte Schwarze Diener war Jeremiah gewesen. Er arbeitete schon vor Sams Geburt im Haus, seine Eltern kauften ihn damals als Unterstützung für die alte Estelle, die schon immer wohlbeleibt just in diesem Moment mit einem Fleischerbeil und einem Nudelholz vor den anderen Frauen stand.

Sam konnte in diesem Moment gar nichts sagen. Er stand einfach nur da und tausend Erinnerungen schossen ihm durch den Kopf.

"Ja..." brachte er schließlich doch heraus

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Col. Samuel F. McAllister
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20.10.2008 16:09
#40 RE: Richmond, VA antworten
Jeremiah / Estelle

"Jesus ... Master Sam", erklang es lautstark aus Richtung Küche als Estelle, die 'Waffen' von sich werfend auf den Colonel zugestampft kam und ihn, vielleicht nicht ganz nach der Etikette, ersteinmal drückte.

"Und ihr schafft die Waffen weg und deckt den Tisch", zeterte sie dann während sie ihren einstigen Schützling ersteinmal genaustens beäugte.

"Sie sehen ja völlig abgemegert aus, Master Sam...", begann sie und schaute auf O'Boyle. "Kein Wunder wenn die anderen ihnen alles wegessen..."

Mit einigem Trubel und ehe die 4 Soldaten wussten was ihnen geschah fanden sie sich an einem reich gedeckten Tisch wieder und die Dienerschaft hatte das Gepäck in die Gästezimmer gebracht.

Das einzige was auffiel als sich die erste Aufregung gelegt hatte, war, dass niemand der Verwandschaft zugegen war...
Colonel Samuel F. McAllister Offline

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20.10.2008 16:18
#41 RE: Richmond, VA antworten

Sam lachte und drückte die dicke Estelle an sich ebenso wie Jeremiah.

"Es freut mich so, euch unbeschadet wiederzusehen." freute sich Sam

"Wo sind meine Eltern?" fragte er schließlich als sich der ganze Trubel gelegt hatte

Sam sah die Anwesenden fragend an.

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Col. Samuel F. McAllister
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20.10.2008 16:29
#42 RE: Richmond, VA antworten
Jeremiah

Jetzt folgte zunächst betretenes Schweigen, bevor Jeremiah sich ein Herz fasste und die Stille durchbrach. "Nun, Master Sam...ihre Mutter war sehr krank. Der Doktor konnte nichts tun, aber ein Freund von Master Jonathan sagte, dass man ihr in Europa helfen könnte. Und so fuhren sie nach Europa. Es...es geht ihrer Mutter jetzt besser hat Master Padraigh geschrieben, doch sie werden noch einige Zeit da bleiben müssen.", erklärte der alte Mann unglücklich.
"Ja, das geschah kurz nach ihrem letzten Besuch Master Sam und Master Padraigh gab Master Jonathan die Verantwortung für alles. Erst ging alles gut, aber dann ging Master Jonathan wieder zu den Soldaten. Er ist jetzt in Richmond ein wichtiger Mann beim Militär. Und dann brachte er immer mehr Sachen mit. Die Bilder, die Teppiche aber wir machen uns Sorgen Master Sam.
Uns hier geht es gut, wir haben genug zu essen, aber Master Jonathan ist so seltsam. Master Padraigh würde das nicht mögen.
Und dann kam Master Andrew und bat Master Jonathan um ein kleines Darlehn, aber Master Jonathan wurde böse und jagdte ihn davon. Jetzt wohnen Master Andrew und Missie Isabell wieder hier, aber sie müssen dafür arbeiten und das ist nicht Recht.
Gestern hatten Master Jonathan und Master Andrew wieder einen Streit deswegen und dann hat ein Soldat Master Andrew geschlagen. Sie sind jetzt in der Stadt beim Doktor. Es ist nicht gut was hier passiert und es ist aber gut, dass sie wieder da sind", endete er mit Tränen in den Augen.

Colonel Samuel F. McAllister Offline

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20.10.2008 23:02
#43 RE: Richmond, VA antworten

Sam hörte aufmerksam zu. Er konnten icht glauben was er da hörte, wie sein Bruder geworden zu sein schien.
Er klopfte Jeremiah aufmunternd auf die Schulter.

"Es wird alles wieder gut... Wann wird mein Bruder zurück erwartet? Es wird Zeit daß ich mit ihm rede und ein für alle mal klar stelle, daß ich ein solches Verhalten in MEINEM Haus nicht dulde." sagte Sam leicht erzürnt

So hatte er sich seine Heimkehr nicht vorgestellt. Sein Bruder agiert gegen die eigene Familie.
Sam ging auf und ab, die Hände hinter dem Rücken verschränkt.

"Meine eigene...unsere eigene Schwester läßt er arbeiten ! Dafür daß sie in unserem Haus wohnt ?!? Das schlägt dem Faß den Boden aus!"

Die anwesenden Grauröcke fühlten sich wahrscheinlich etwas fehl am Platze.

"Jeremiah, schicke jemanden in die Stadt zu Master Andrew. Laß ihm ausrichten, er und meine Schwester sind hier jederzeit herzlich willkommen und soll sich keine Sorgen um Geld machen....ich kümmere mich darum." sagte Sam schließlich

"Wo genau sind meine Eltern ? In welchem Land? Und was sind das für Gemälde ?" sagte Sam während er schon Richtung Eingangshalle ging um sich die neuen Kunstgegenstände mal näher anzuschauen

Was zur Hölle war hier los?

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Col. Samuel F. McAllister
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20.10.2008 23:35
#44 RE: Richmond, VA antworten
Jeremiah

Jeremiah nickte eifrig. "Ich hoffe alles wird gut, Master Sam. Master Andrew wird bald wieder hier sein und Master Jonathan wird gegen 20:00 Uhr kommen wie meistens. Aber wo die Bilder und Teppiche her sind weiß ich nicht Master Sam. Master Jonathan brachte sie mit. Mal ein Blid , mal einen Teppich, mal etwas anderes...", erklärte der Ärmste aufgeregt.
"Und ihre werten Eltern sind am Meer. Ich glaube in deutsche Land. Arzt meit die Luft dort ist gut für ihre Mutter, Master Sam."
Colonel Samuel F. McAllister Offline

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20.10.2008 23:43
#45 RE: Richmond, VA antworten

Sam starrte dieses Gemälde an.

"Danke, Jermiah. Bitte laß die Gästezimmer herrichten... wir hatten eine lange Reise" sagte Sam

Jeremiah stand hinter ihm. Der alte Mann war hin und her gerissen und es schien so als habe er Angst.

"Ich hätte schon viel früher wieder nach Hause kommen sollen." sagte er nach einem kurzen Moment des Schweigens

Irgendetwas war hier nicht in Ordnung. Aber der Haß seines Bruder beschränkte sich anscheinend nicht nur auf Sam selbst.

Sam schaute auf die Uhr. Bald würde Jonathan kommen...

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Col. Samuel F. McAllister
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